europa ein sommermärchen/beobachtungen am straßenrand ../tierbefreiung.

heute habe ich beim gang durch die leipziger innenstadt ein wenig den duft der fußball-EM der männer schnuppern dürfen … es riecht nach schweiß und grill, ersteres von den übergewichtigen deutschland fanInnen die sich mittel fanschminke „schwarz-rot-geile“ streifen auf die dicken oberarme geschmiert haben, letzteres hingegen eher stammt von einem der zehntausend stände und buden die geneigte innenstadtbesucherinnen mit multikulturellen europäischen spezialitäten versorgen (von langos, über belegte fladenbrote oder gewohntes nackensteak … alles dabei!).
manche menschen tragen neben verschiedensten schlaaaaaand-devotionalien (tshirts, trikots, fahnen, schals, hässliche überdimensionierte plüschzylinder …) auch gelockte plastikperücken in schwarz-rot-gold unter denen die schweißtropfen hervorquellen…
hinter der in den volksfest-modus geswitchten innenstadt sollte in richtung osten ja eigentlich das fremdenfeindliche wasteland beginnen, da sich die deutschen aber gerade zum allgemeinen polen-klatschen in der „city“ zusammenrotten und sich gegenseitig mit viel fahnen und bier versichern das „wir, wieder wer sind“, kann ich in ruhe linke aufkleber bestaunen, die sicherlich von todesmutigen dreadlocks tragenden kämpferinnen für toleranz und gegen pelze verklebt wurden.
der erste zeigt das beliebteste tshirt-konterfei aller zeiten: ernesto „arbeitslager“ che guevara mit dem durchaus überzeugenden slogan: „chénge the world“ … diese unglaubliche aufforderung wird durch einen sticker „wer tiere befreit rettet leben“ ergänzt – bei tierbefreiung muss ich immer an ein vor vielen jahren gelesenes jugendbuch denken in dem maskierte heldinnen hühner aus einem massenzuchtbetrieb retteten und vorallem an die heute vormittag konsumierte south-park folge, in der kyle entdeckt das der im denver aqua-park gefangene orka-wal in wirklichkeit ein vom mond stammender, gefangener außerirdischer ist (bzw. zu sein scheint) … von animal.liberation.front-menschen begleitet (die sich schußwechsel mit polizei und den ehemaligen zoowärtern liefern ) wird der wal von der mexikanischen raumfahrtbehörde für 200 dollar auf den mond geschossen … leider war das vermeintliche sprechen des wales nur ein (über die lautsprecheranlage mitgeteilter) streich der gelangweilten zoowärter und so erscheint die letzte sequenz der folge die den toten wal auf der kargen mondoberfläche zeigt, als treffendes kommentar zum thema „wer tiere befreit rettet leben“, blahblahblah ….

…. zeitsprung ….

in diesem moment läuft gerade das erste deutsche spiel der em … meine hoffnung auf die schnelle hinrichtung der deutschen erfüllt sich nicht, ein mitbewohner ruft plötzlich „1:0!“ .. auf die frage „für die polen oder die deutschen?“, antwortet er nur „für uns!“ …

deutscht mich nicht voll….

„du wärst doch der erste der rennt “

impressionen von dieser demo die wiederrum von diesem projekt ausging … in den ankündigungen, bzw nachbereitungen der veranstalterinnen stecken bereits viele hübsche details.so hieß es einige tage vorher noch: „Wir freuen uns nun alle auf eine kraftvolle Demo am Samstag und eine nette Party ohne Stress danach!“ --- in der nachbereitung der demo musste aber nochmal daraufhin gewiesen werden das krasse antifa-macker keine angst vor nazis haben, egal wieviele und egal mit welcher bewaffnung …. – „“Leider mussten wir zwar alleine feiern, da die Ankündigung von Seitens der Nazis (Kommentar bei einem Indymedia-Artikel zur Demo), bei der Party dabei zu sein, nicht eintraf“ – schade eigentlich, die schwarzbejackten autonomen antifas mussten nachhause, ohne ihre manneskraft bei einem fairen zweikampf ausreichend beweisen zu können.

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nachdem ich morgens keine lust auf windbreaker-spaziergang in urdeutschen plattenbauwüsten hatte und erst nach wiederholter telefonischer aufforderung doch noch zur „party“ am objekt der begierde eintraf, waren von den angeblichen 300 teilnehmerinnen nurnoch ca. hundert vertreten. nicht weiter tragisch, schließlich sicherte ein ausreichend großes aufgebot der polizei die lage, so dass sich auch die heckenschützen in ihren plattenbau.balkon-verstecken, im angesicht so viel offensichtlichen leichtsinns (schwarze klamotten+sonne=warm …) aufs gaffen und staunen verlegten –
nachdem ich gleich in bester stalinistischer geheimpolizei manier über meinen verbleib zur demo befragt wurde – und meine erstaunlich bunte kleidungswahl ausreichend kritisiert – verbrachte ich den rest der zeit damit herauszufinden was diese grauen kleinen bällchen in meinem „vegan food“-nudeleintopf darstellen sollten. pilze? tofu? gehirn? …
auf dem gemeinsamen rückweg zur straßenbahnhaltestelle entfaltete die menschenmenge erneut berauschende ideen … so forderte ein (natürlich fest in schwarze kleidung ge- und verhüllter) teilnehmer eine „spontandemo gegen mcdonalds“ – und demonstrierte damit was wahrscheinlich viele eh dachten, das dieser tag ja wohl nicht ohne einen großen knall zu ende gehen dürfe. daraufhin dachte ich laut und wagte es mich auf einen, in der innenstadt zu verzehrenden cheeseburger zu freuen, woraufhin ich vom animal-liberation mob bösartig angestarrt wurde … links und „macmurder“? wie soll das denn gehen….

die wirklich köstlichen szenen ereigneten sich dann allerdings in der straßenbahn zurück aus den „wastelands“ in richtung innenstadt. rechts von mir saß ein alpha jacken tragender gangster („der teufel trägt prada – gott trägt picaldi…“) der sich seine kopfhörer fest in den bushido-frisierten kopf gedreht hatte, gegenüber zwei „autonome“, oder wie auch immer mensch das nennen möchte, die schon etwas älter waren und beide wie eine kopie des jeweilig anderen aussahen (wahrscheinlich eine demotaktik um verwirrung zu erzeugen, gleiche jacken, gleiche frisur, gleicher stupider gesichtsausdruck) – am lindenauer markt, der eher ansammlungen von gelangweilten ostdeutschen jugendlichen und familien beherbergt, eine weitere tolle idee. der mir gegenübersitzende palaverte irgendwas über „nazitreffpunkt“, „alle aussteigen“ …. „jetzt zeigen wir es ihnen“ – worauf ich, mit einem deutlichen satirischen unterton meinte: „ja genau, diesen nazi-untermenschen aufs maul!“, in der hoffnung den beiden anderen würde ihre gewaltphantasie deutlich werden … nach einer kurzen pause bekam ich dann allerdings zu hören:

„du wärst doch der erste der rennt“

protest gegen die von mir benutzte formulierung „naziuntermensch“? keine spur. anscheinend entsprach meine versuchte übertreibung derartig den vorstellungen meiner mitfahrenden „gesprächs“-partner so sehr---das sie keinerlei anstößigen inhalt entdecken konnten.
alles was ihnen einfallen konnte war dann eben“antifa, männlichkeit, feigheit vor dem feind“.
ich blieb beim satirischen tonfall und bekräftigte ihre feststellung.
„stimmt, habe ganz vergessen das antifa um ehre und stärke ging…“ – dieses mal meldete sich allerdings anscheinend das „linke bewusstsein“ – „ehre und stärke“ schien den polithooligans in ihren urbanen burkas (mobaction/norhtface) doch ein wenig zuviel des guten zu sein. ein misstrauischer blick des einen und eine einsetztende gestammelte anschuldigung in der es irgendwie darum ging das ich falschläge wenn ich glauben würde antifa hätte etwas mit ehre und stärke zu tun, blablabla. – sein klonkrieger kollege unterbrach ihn dann aber allerdings (warum auch immer – vielleicht lag es an den ninja turtles die die eingänge mit ihren sperrigen schildkrötenpanzern verstopften und gelangweilt mit ihren 200 euro camcordern sinnlos in der gegend rumfilmten) und es herrschte schweigen …
als die bahn das sportforum(bzw. zentralstadion/(fußball,blabla) passierte, bekam das gespräch neuen auftrieb, ich ließ das „CHEMIE!“ brüllende autonome zweiergespann dann allerdings hinter mir und entschwand zur sonntäglichen kulturetappe …

no comment

Tödlicher Terroranschlag in Jerusalem – acht Tote
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Ein palästinensischer Terrorist hat gestern Abend in der Jerusalemer Yeshiva Merkaz Harav acht Studenten im Alter von 15 bis 26 Jahren erschossen und 11 weitere verletzt. Mit dem blutigen Anschlag ist die knapp zweijährige Terrorpause in der israelischen Hauptstadt beendet worden.

Der Attentäter – ein Bewohner des Ostjerusalemer Vororts Jabil Mukaba und Inhaber einer israelischen Identitätskarte – wurde nach einigen Minuten und etwa 600 abgefeuerten Patronen von einem Offizier der israelischen Armee erschossen, der in der Nachbarschaft wohnt.

Der Hisbollah-Fernsehsender Al-Manar hat mitgeteilt, dass eine relativ unbekannte Terrororganisation israelischer Araber namens „Galiläa-Freiheitsbrigaden“ die Verantwortung für den Anschlag übernommen hat.

In den Straßen Gazas wurde der Anschlag gefeiert, Menschen schossen vor Begeisterung in die Luft.

Die Yeshiva Merkaz Harav gilt als ein Flaggschiff des religiösen Zionismus. Sie wurde 1924 vom Oberrabbiner des damaligen Mandatsgebiets Palästina, Avraham Yitzhak Hacohen Kook, gegründet. Zu ihren Absolventen zählen führende Rabbiner und Offiziere der israelischen Armee.

Bei den Opfern handelt es sich um Segev Peniel Avihail (15), Neria Cohen (15), Yonatan Yitzhak Eldar (16), Yehonadav Haim Hirschfeld (19), Yonaf Lifshitz (18), Doron Tronoh Meherete (26), Avraham David Moses (16) und Roi Roth (18).

(The Jerusalem Post, 07.03.08)

die weiß(blaue) weste …

das gibts doch nicht, die zonennazis der linkspartei, die sich die stasi zurückwünschen und managergehälter doof finden, (und laut vs 800 bekennde kommunstInnen an bord haben) – und dann schwimmt in der rotbrauen brühe, vorallem in den berüchtigten solid-untiefen ein kleines rettungsboot, voller genossinnen die davidsternenbahner schwenkend um anerkennnung bei „den antideutschen“ bitten-. was auch sonst. würden sie einfach bock auf politik fern ihrer kapitalismuskritik für schwarz-weißlinke haben, bräuchten sie doch nicht bei diesem karnevalsverein bleiben,
was heißt hier förderung und möglichkeiten? aloha?

antideutsche politik fördern „wir“ und das dürfte doch inzwischen jeder wissen, auschließlich mit 4/4 takt und kokain und das gibts nicht hier sondern bei menschen mit diesem equipment

na gut jeder solid ihr shalömchen

gangsta!

chronische langeweile bei den gedissten

dissen

und dann noch eko zitieren, dabei passt der mit seiner weinerlichen „ich sitz im cafe und lamentiere vor mich hin“ art doch so ganz und garnicht zu den krassen mackern der diss-army

da ich nicht den ganzen tag damit verbringe raptexte auswendig zu lernen, sondern lieber bilder von grenzanlagen sammele um ordentliche wichsvorlagen zu erhalten …
leider etwas frei aus dem gedächtniss um bei ks zu bleiben:

„dein rap/blog/ ist so zart wie die haut unterm schwanz“